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Eigenbluttherapie
Die Eigenbluttherapie ist eine Reiztherapie, bei der entnommenes
Venenblut direkt oder mit naturheilkundlichen Mitteln aufbereitet in
die Muskulatur oder Haut zurückgespritzt wird. Das mit
Nährstoffen, Transmittern, Enzymen, Ausscheidungsprodukten,
Resttoxinen und Antikörpern angereicherte Blut stellt somit in dem
Gewebe einen pathogenen Reiz dar. Die Folge ist eine
Entzündungsreaktion, welche mit einer Immunantwort und einer
erhöhten Stoffwechselaktivität einhergeht. Im weiteren erfolgt ein
Reiz an den gesamten Organismus, so dass Regulationssysteme
aktiviert und dabei eine Kaskade von Gegenantworten ausgelost
werden, die das Prinzip der \"vegetativen
Gesamtumschaltung\" ausmachen. Insgesamt wird eine Situation
herbeigeführt, in der aktivierte Abwehrkräfte die
Selbstheilungskräfte des Organismus wiederherstellen. Zahlreiche
Untersuchungen haben die Wirkung dieser Therapie auf das Vegetativum
und Immunsystem belegt.
Unterrichtsinhalte: native und homöopathische Eigenblutbehandlung,
Modifikation der Eigenbluttherapie nach Theurer, Aparative
Eigenbluttherapie, Eigenharnbehandlung als autologe Therapie nach
Adele, Therapiebeispiele, praktische Übungen
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Dunkelfelddiagnostik
nach Prof. Dr. Enderlein
Bei der Dunkelfeldmikroskopie ist es durch eine spezielle
Beleuchtungstechnik möglich, alle Lebensvorgänge im Blut zu sehen,
die in den üblichen Lichtmikroskopen nicht zu erkennen sind. Die
Beurteilung erfolgt anhand der Blutzellen, ob sie normal, einzeln,
zu kein/zu groß , deformiert (Stechapfel, Bärentatzen etc.),
unreif oder zerstört, in Haufen zusammengeballt oder als
Geldrollenbildung vorkommen. Auf diese Weise erkennt man die
aktuelle Stoffwechsellage, Abwehrkraft und Vitalität des Menschen.
Außerdem sind im Blut sog. "Symplasten", als
Zusammenballung nicht abgebauter Blutzellen feststellbar. Laut des
Mikrobiologen Prof. Dr. Enderlein (1872 - 1968) handelt es sich um
Vorstufen von Mikroorganismen, die er als Nährboden für die
Krankheitsentstehung verantwortlich macht- ohne Nährboden keine
Krankheit. Enderlein entwickelte auf den Prinzipien der Homöopathie
basierende Medikamente, die das Ausbrechen der Krankheit verhindern
helfen, oder bei bestehenden Erkrankungen regulierend eingreifen.
Ein wichtiger Effekt dieser Untersuchungsmethode ist außerdem die
Einbeziehung des Patienten in das Diagnose- und Therapiegeschehen,
da er die Veränderungen seines Blutes als Kontrolle des
Therapiefortschrittes über das Dunkelfeldmikroskop mitverfolgen
kann.
Unterrichtsinhalte:
Theorie des Pleomorphismus, Material und Methoden, Morphologie der
Erythrozyten, Leukozyten und Lymphozyten, Thrombozyten, Sonderformen
im Dunkelfeld, Morphologische Veränderungen im Dunkelfeld, Verlauf
der Nativuntersuchung, Diagnose aus der Veränderung des Blutbildes,
Therapieaspekte, praktische Übungen
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Ausleitungsverfahren
Hippokrates als Vertreter der Humoralmedizin verstand Krankheit als
Störung des humoralen Milieus, d.h. aus einer fehlerhaften
Beschaffenheit und Verschlackung der Körpersäfte (lat. humores).
Seine Folgerung aus der uralten Kenntnis von Zusammenhängen
zwischen Körperinneren und Hauoberfläche war, daß die Organe
eines kranken Körpers \"gereinigt\" werden können, indem
über äußerliche Maßnahmen schädliche Stoffe zur
Körperoberfläche abgeleitet werden. daraus resultiert der Begriff
"ausleitende Verfahren". Zu den ausleitenden Verfahren
zählen unter anderen die Schröpftherapie, der Aderlaß, die
Blutegeltherapie, das Braunscheidtverfahren, und das
Cantharidenpflaster. Diese Therapien helfen aktiv, die intra- und
extrazellulären Schlacken zu entfernen und somit den
Heilungsprozess in Gang zu setzen. Weiterhin folgt eine Verbesserung
des Zellstoffwechsels, eine Immunstimulation, und eine Ausscheidung
von Schmerz- und Entzündungsmediatoren. Diese Form der Entgiftung
gilt als Fundament jeder erfolgreichen Therapie.
Unterrichtsinhalte: Das System der Grundregulation,
Körpersegmentzonen (Head-Zonen), Auffinden der relevanten
Diagnostik- und Behandlungszonen, Schröpfmassage manuell,
Schröpfung (blutig und trocken), Braunscheidtverfahren,
Cantharidenpflaster, Aderlaß, Blutegel, Nasenreflexzonenmassage,
Ohrkerzen
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